«Nationale und inter­nationale Vergleichbarkeit»

Nationaler Qualifikationsrahmen Berufsbildung (NQR)


Das Schweizer Berufsbildungssystem bildet qualifizierte Fachkräfte aus. Ihre Abschlüsse sind im Ausland jedoch häufig nicht ausreichend bekannt. Der Nationale Qualifikationsrahmen Berufsbildung (NQR) soll hier gemeinsam mit Zeugniserläuterungen und Diplomzusätzen Abhilfe schaffen.

Der NQR Berufsbildung soll die Orientierung im Bildungssystem erleichtern und zur besseren Vergleichbarkeit der Schweizer Abschlüsse in Europa beitragen. Zu diesem Zweck definiert der NQR Berufsbildung acht Niveaustufen, in die sämtliche formalen Abschlüsse der Berufsbildung eingestuft werden. Mit Hilfe des von der EU erarbeiteten Europäischen Qualifikationsrahmens – der als Referenzinstrument dient - sind die Schweizer Abschlüsse mit Abschlüssen anderer Länder vergleichbar.

Ziele:

Der NQR Berufsbildung, die Diplomzusätze und Zeugniserläuterungen sollen:

  • die Transparenz, Verständlichkeit und Vergleichbarkeit von Schweizer Berufsbildungsabschlüssen der beruflichen Grundbildung und der höheren Berufsbildung national und international verbessern;
  • den hohen Wert der schweizerischen Berufsbildung zum Ausdruck bringen;
  • die internationale Anerkennung der höheren Berufsbildung stärken;
  • die gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung der Berufsbildung im Vergleich zu akademischen Abschlüssen fördern;
  • die Mobilität von Fach- und Führungskräften erhöhen, indem die Chancen von in der Schweiz ausgebildeten Fach- und Führungskräften bei der Stellensuche im Ausland und bei ausländischen Firmen in der Schweiz verbessert werden.

Die rechtliche Grundlage des NQR Berufsbildung ist die Verordnung über den nationalen Qualifikationsrahmen für Abschlüsse der Berufsbildung (RS 412.105.1), in deren Anhang auch die acht Niveaustufen definiert sind.

Die eidg. Prüfung Tierphysiotherapeutin / Tierphysiotherapeut mit eidg. Diplom ist auf dem Niveau 7 von 8 eingestuft.


Niveau 7

Die Berufsleute bearbeiten neue komplexe Aufgaben- und Problemstellungen und steuern eigenverantwortlich Prozesse in einem strategieorientierten Arbeitskontext. Die Anforderungsstruktur ist durch häufige und unvorhersehbare Veränderungen gekennzeichnet.